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1. Was bedeutet wasserdicht?
Bevor die Armbanduhr unter die Dusche oder ins Schwimmbad mitgenommen wird, sollte klar sein, wie es um ihre Wasserdichtheit bestellt ist. Es gibt Uhren, die lediglich gegen Spritzwasser geschützt sind, solche mit denen man schwimmen gehen kann, und es gibt Uhren, die für professionelles Tauchen geeignet sind. Wir erklären die Unterschiede.
 
Wasserdicht
Die Deutsche Industrienorm (DIN) 8310 legt fest, dass Uhren als wasserdicht bezeichnet werden dürfen, wenn sie widerstandsfähig gegen Schweiss, Spritzwasser und Regen sind und wenigstens 30 Minuten in einem Meter Wassertiefe dicht bleiben. Solche Uhren können beim Händewaschen getragen werden.
 
Wasserdicht bis 50 oder 100 Meter
Befindet sich auf dem Gehäuseboden Ihrer Uhr die Angabe «wasserdicht» bis 50 Meter (5 Bar), so bedeutet dies, dass Ihre Uhr vom Hersteller so konstruiert ist, dass Sie mit ihr in flachem Gewässer schwimmen und tauchen können. Zum «ernsthaften» Tauchen in grösseren Tiefen oder sogar mit Atemgerät sind diese Uhren nicht geeignet. Das gleiche gilt auch für 100 Meter wasserdichte Uhren (10 Bar), die nicht als Taucheruhren definiert sind.
 
Taucheruhren
Damit sich eine Uhr Taucheruhr nennen darf, muss sie, entsprechend der DIN 8306, einige Bedingungen erfüllen:
  • Absolute Dichtheit.
  • Sehr gute Ablesbarkeit (Uhrzeit, gewählte Tauchzeit und das Funktionieren der Uhr müssen aus 25 Zentimeter Abstand auf einen Blick erkennbar sein, auch bei Dunkelheit).
  • Eine Einrichtung zur Vorwahl einer Zeitspanne (dazu dient ein einseitig drehbarer Einstellring).
Wasserdichtheit prüfen
Starke Temperaturschwankungen, Chemikalien oder sonstige äussere Einflüsse greifen das Dichtungsmaterial einer Uhr an und führen schliesslich zum Verlust der Wasserdichtheit. Wie lange eine wasserdichte Uhr dicht bleibt, lässt sich nicht pauschal angeben. Wer Wert auf die Wasserdichtheit seiner Uhr legt, sollte diese in regelmässigen Abständen überprüfen lassen, wenigstens einmal im Jahr. Bei Berufstauchern ist eine jährliche Prüfung Vorschrift.

2. Was ist ein Chronograph?
Chronograph
Der Begriff «Chronograph» bedeutet korrekt aus dem Griechischen übersetzt eigentlich «Zeitschreiber». Die heutigen Chronographen zeigen also einen Zeitabschnitt an oder anders ausgedrückt: Ein Chronograph ist ganz einfach eine Stoppuhr.
 
Chronometer
Chronometer sind Uhren, die sehr genau laufen. Getestet unter festgelegten Prüfungsbedingungen erhalten sie die Auszeichnung «Chronometer» nur dann, wenn sie bestimmte Anforderungen an die Ganggenauigkeit erfüllen. Die Ansprüche der Federation Horlogere lauten wie folgt:
Ein Chronometer ist eine in verschiedenen Lagen und Temperaturen feingestellte Präzisionsuhr, für die ein offizielles Gangzeugnis ausgestellt wurde. Zuständig für die Prüfung hochpräziser Uhren sind die Observatorien und offiziellen Gangkontrollstellen. Die Uhren werden dort einem standardisierten Messverfahren unterworfen und erhalten, wenn die Leistungen den Anforderungen entsprechen, Gangscheine mit Prädikat.

3. Wie kann ich sicher sein, dass ich eine echte Markenuhr erwerbe?
Wenn Sie sich an unsere folgenden Empfehlungen halten, werden Sie mit Sicherheit eine echte Markenuhr erwerben:
  • Kaufen Sie Ihre Traumuhr bei einem autorisierten Händler. Nur der kann Ihnen garantieren, dass Sie eine echte Markenuhr gekauft haben.
  • Verlangen Sie auf jeden Fall ein vollständig ausgefülltes Garantiezertifikat, auf dem die Referenz der Uhr aufgeführt ist. Bei hochwertigen Luxusuhren sollte auch die Gravurnummer (auch Gehäuse- oder Seriennummer) vermerkt sein. Der Händlerstempel und das Kaufdatum sollten in jedem Fall angegeben sein.

4. Wie oft muss eine Armbanduhr einer Revision unterzogen werden?
Eine mechanische Uhr ist eine höchst präzise kleine Maschine, die ganz Erstaunliches leisten muss. So läuft das Werk bei täglichem Gebrauch vom 1. Januar bis zum 31. Dezember pausenlos «rund um die Uhr». Dabei schwingt die Unruh eines modernen Schweizer Uhrwerkes stündlich 28'800 Mal hin und zurück. Würden Sie die Winkelstrecke, die ein beliebiger Punkt auf dem Unruhreif dabei zurücklegt, auf das 16-Zoll-Rad eines PKWs übertragen, so kämen Sie auf eine Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 90 km/h. Nach 8760 Betriebsstunden (365 mal 24) ergäbe das eine Strecke von 788'400 Kilometer im Jahr. Dieser Beanspruchung hielte kaum ein Automotor stand. Damit Ihre Uhr das schafft, deren Unruhzapfen gerade einmal 0.12 mm (das Doppelte eines Menschenhaares) misst, empfehlen die meisten Uhrmacher einer Überholung der Uhr nach etwa fünf Jahren. Bis dahin werden 1'262'440'000 Halbschwingungen zusammengekommen sein. Das entspricht nach unserem Beispiel 3'942'000 Kilometern, etwa dem 100-fachen des Erdumfanges oder fünf Reisen zum Mond und zurück. Ihre Uhr hat sich eine «Wellnesskur» redlich verdient.