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03. März 2026 | Technik

Elastischer Schmuck in neuem Glanz

Elastischer Schmuck in neuem Glanz

Das Tennisarmband verdankt seinen Namen einer Panne im Jahr 1987: Damals trug die weltberühmte US-Tennisspielerin Chris Evert bei den US-Open ein solches Armband, das einen Diamanten an den nächsten reiht.

Mitten im Match fiel Evert auf, dass sich der Verschluss geöffnet und sie ihr Schmuckstück verloren hatte. Sie liess das Spiel so lange unterbrechen, bis sie es wiedergefunden hatte.

Der Vorfall erhielt viel Aufmerksamkeit und sorgte dafür, dass die­ser Armbandtyp fortan Tennisarmband genannt wurde. Gleich­zeitig hatte er auf das grosse Problem dieses Schmuckstücks auf­merksam gemacht: Wegen seines Verschlusses lässt es sich nur mithilfe einer zweiten Person anlegen und kann trotzdem verloren gehen. Ein paar Jahre später nahm sich der italienische Gold­schmied Roberto Demeglio dieser Herausforderung an und ent­wickelte einen Dehnmechanismus für Schmuck, der Verschlüsse überflüssig macht.

Er war so einzigartig, dass Demeglio ihn patentieren liess. 2004 brachte sein gleichnamiges Familienunternehmen aus dem nord­italienischen Turin dann das erste dehnbare Tennisarmband auf den Markt: Es lässt sich zum Anlegen einfach über die Hand streifen. Die besondere Fertigung sorgt ausserdem dafür, dass das Arm­band sich ans Handgelenk anschmiegt, angenehm zu tragen und langlebig ist. Diese Innovation wurde so erfolgreich, dass daraus Demeglios Markenslogan wurde: «Elastici da sempre» – auf Deutsch: «Seit jeher elastisch».

PATENTE SICHERN FORTBESTAND

2021 sicherte ebendiese Innovationskraft dem Schmuckhersteller eine neue Zukunft. Im September jenes Jahres kaufte ein Konsortium unter der Führung von Luca Stefanini das Familienunternehmen und richtete es strategisch neu aus. Die neuen Eigentümer verhalfen Demeglio zu neuer Strahlkraft und schreiben nun die bereits 100 Jahre andauernde Unternehmensgeschichte erfolgreich fort.

Luca Stefanini ist heute Geschäftsführer von Demeglio. Er sagt: «Wir haben das innovative Potenzial dieser traditionsreichen Marke ge­sehen und daran geglaubt, ihr mit unserer Strategie zu langfristigem Erfolg verhelfen zu können.» Die Zahlen geben ihm recht: Die Um­sätze des Schmuckherstellers sind seit der Übernahme um das Vielfache gestiegen.

Das ist der Expertise der Käufer zu verdanken. Sie stammen aus ver­schiedenen Bereichen der Luxusgüterindustrie und verfügen über jahrzehntelange Erfahrung in der Branche hochwertiger Schmuck­herstellung. Dieses Können nutzen sie nun bei Demeglio, um das Traditionsunternehmen über sich hinauswachsen zu lassen.

Luca Stefanini erklärt die Übernahme: «Wir sind auf Demeglio auf­merksam geworden, weil wir nach dem innovativsten Schmuck­hersteller im technischen Bereich in Italien gesucht haben.» Da habe kein Weg an Demeglio vorbeigeführt. Denn neben dem Dehnmechanismus besitzt das Unternehmen weitere Patente, die es etwa ermöglichen, Ringe zu fertigen, die auf sechs verschiedene Ringgrössen passen.

STRATEGIEWECHSEL DURCH NEUE EIGENTÜMER

Nach der Übernahme veränderten die neuen Eigentümer die Aus­richtung: Weg von modischen Trends und hohen Stückzahlen – hin zu hochwertigem Schmuck, der personalisierbar ist. Jedes Stück von Demeglio soll über Jahre mühelos getragen und an nachfolgende Generationen weitergegeben werden können, sagt Luca Stefanini: «Für uns ist ein Produkt nachhaltig, wenn es über Jahrzehnte Bestand hat.» Daher umfasst Demeglios Portfolio heute vor allem zeitlose De­signs – hergestellt aus 18-karätigem Gold (750er Legierung), Platin, Titanium oder Karbon zusammen mit naturbelassenen Diamanten und Edelsteinen. Im piemontesischen Valenza werden sie von den Goldschmieden der Schmuckmanufaktur in präziser Handarbeit und mit modernsten Techniken gefertigt.

«Unsere Stücke heben sich durch ihre Qualität und technischen Innovationen vom Markt ab», sagt Luca Stefanini. «Sie sind schö­ner und bequemer zu tragen.» Für die hohe Qualität steht auch die 20-jährige Garantie, die es auf alle Schmuckstücke gibt. Der Dehnmechanismus steckt – ergänzt durch weitere Patente – etwa in den Stücken der Extensible-Kollektion: Tennisarmbänder, Ringe und Ohrringe, deren Edelsteine auf einer besonders harten Gold­struktur angebracht sind. Im Inneren sorgen Titanfedern, wie sie sonst in der Luft- und Raumfahrt zum Einsatz kommen, für Elastizität. Entsprechend akkurat muss die Produktion sein: «Wir fertigen zehn­mal so präzise wie andere Schmuckhersteller», sagt Luca Stefanini. «Wir arbeiten auf ein hundertstel Millimeter genau, branchenüblich ist ein Zehntelmillimeter.»

Bis heute sind die Tennisarmbänder das beliebteste Produkt von Demeglio: alle Modelle sind mit Naturdiamanten gefasst, bei be­sonderen Modellen gar jeder Stein einzeln von der GIA zertifiziert. Demeglio besitzt alle relevanten Zertifizierungen der Branche wie RJC und COC, die die Qualität der Produktion und Herkunft der Materialien belegen.

Elastischer Schmuck in neuem Glanz

EXKLUSIVE AUFTRAGSFERTIGUNGEN

Das Unternehmen fertigt zudem alles selbst – eine Selten­heit in der Branche, wie Luca Stefanini betont: «Unser ‹Made in Italy› bedeutet, dass die komplette Produktion intern stattfindet.» Er kenne keine andere Marke, die das schaf­fe. Viele lagerten zumindest einen Teil ihrer Produktion aus – teilweise auch an Demeglio: 20 Prozent der Fertigungskapazitäten nutzt das Unternehmen für Auftragsarbeiten.

Dabei hat Luca Stefanini alle kleineren Aufträge aus der Vergangen­heit beendet, um sich auf exklusive Kunden aus der Luxusbranche zu konzentrieren. Aus vertraglichen Gründen darf er keine Namen nennen. Nur so viel: «Wir arbeiten nur für sehr bekannte Marken oder für besonders anspruchsvolle Projekte.» Letztere helfen, die eigenen Qualitätsstandards und Zertifizierungen kontinuierlich zu verbessern, erklärt Luca Stefanini.

Zentral für die neue Unternehmensausrichtung ist auch die Dis­tributionsstrategie. Demeglio verkauft seine Produkte nicht selbst und hat keinen Online-Shop, sondern arbeitet exklusiv mit den führenden Juwelieren der jeweiligen Länder zusammen. Huber Fine Watches & Jewellery in Liechtenstein, der Schweiz und in Österreich ist einer von ihnen.